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Politische Gemeinde 1. Hj. 2007 |
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Wöhrden nimmt erste Feuerwehrfrauen auf |
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Buch und Wein in Bücherei |
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Waldorfschule wird erweitert |
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"Ein ganz großer Fehler" |
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Neues Leben im alten Gasthof |
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Erweiterung des Gewerbegebiets auf Eis gelegt |
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Urlaub in Polen |
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Die älteste bewohnte Wurth des Kreises |
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Bücherei wieder eröffnet |
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Tag des offenen Denkmals |
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Dilemma um größeres Gewerbegebiet |
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Das Mehrgenerationendorf |
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Anlieger wollen keine Container-Klassen |
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SPD will Senioren stärker einbinden |
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"Ein ganz großer Fehler" |
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Wilhelm Witthohn kritisiert Vorentscheidung und will einen Bürgerwindpark
Von Katrin Gänsler
Wöhrden - Während in anderen Gemeinden für und gegen Windmühlen gekämpft wird, schien in Wöhrden am Dienstagabend Einstimmigkeit zu herrschen. Wöhrden wollte bis auf zwei Forschungsmühlen keine weiteren genehmigen, bis sich Wilhelm Witthohn von der Wählergemeinschaft (WGW) zu Wort meldete.
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Witthohn kritisierte die vorherigen Treffen, bei denen rund 20 Anträge für Windmühlen diskutiert worden waren. Kein einziger hatte die Zustimmung der Kommunalpolitiker gefunden. „Uns ist nicht gesagt worden, dass es sich um Bürgerwindparks handelt. Das ist ein ganz großer Fehler", ärgerte sich Witthohn. Schließlich solle Wöhrden autark bleiben. Nach seinem Angriff zog der Kommunalpolitiker gleich einen Gegenantrag aus dem Hut. Im ersten Schritt sollen Flächen ausgewiesen werden. Anschließend sollen sich alle Antragsteller treffen, um gemeinsam einen Bürgerwindpark zu gründen.Doch die Kritik an der vorherigen Besprechung wollte Bürgermeister Peter Schoof (CDU) nicht gelten lassen. „Das mit den Bürgerwindparks hatten wir besprochen." Laut Schoof würde es rund 60 Windmühlen auf dem Gemeindegebiet geben, entstanden durch die „ruhige, duldsame" Bevölkerung. Doch mittlerweile sei es schwierig, überhaupt noch Einfluss auf neue Mühlen zu nehmen, so Schoof weiter.
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Dass Wöhrden bislang sehr großzügig gewesen sei, betonte Uwe Hermann Peters (CDU), der als Vorsitzender des Bau und Wegeausschusses über die vorausgegangenen Treffen berichtete. So viele Windräder würden wohl nur noch in Friedrichsgabekoog und Brunsbüttel stehen. Deshalb sollten, so Peters weiter, nur noch zwei weitere Windmühlen ausgewiesen werden. Anders als die Übrigen sollen diese jedoch ausschließlich der Forschung dienen und nicht der Energieversorgung.
Diesem Vorschlag schlossen sich CDU und SPD an. Drei Gegenstimmen gab es von der Wählergemeinschaft, die sich mit ihrem Antrag; somit nicht durchsetzen konnte. (Quelle: DLZ v. 29.04.2009) |
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Don Quijotes Kumpel |
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Gegenwind-Mitstreiter kämpfen fleißig gegen Windmühlen
Von Katrin Gänsler
Wöhrden - In Dithmarschen hätte Don Quijote, die Romanfigur des spanischen Schriftstellers Miguel de Cervantes, bei seinem Kampf gegen die Windmühlen viele Mitstreiter gefunden. Die haben sich in dem Bündnis Gegenwind, das auch auf Landesebene aktiv ist. zusammengeschlossen und treffen sich einmal monatlich, um gegen die Windräder ins Feld zu ziehen. Am Montagabend war es wieder in Wöhrden so weit.
Der Kampf gegen die weitere Aufstellung der riesigen Windräder - derzeit sind die Kommunen in ganz Schleswig Holstein angehalten, potenzielle weitere Flächen an die Kreise zu melden, eint die Aktiven. Doch die Probleme, mit denen sie sich seit Monaten oder Jahren plagen, sind verschieden. Neben.gesundheitlichen Beeinträchtigungen gehört dazu der Werteverlust von Häusern, was Georg Krüger, der heute in Tönning lebt, selbst erfahren hat: Vier Jahre hat er gebraucht, um sein Haus in Norderwöhrden, einer Hochburg der Anlagen, an den Mann zu bringen. Doch niemand wollte es haben, zu dicht standen die Mühlen. „Das war das erste, was gleich gefragt wurde", erinnert er sich.Ganz besonders aktiv ist auch Hilde Schröder aus Reinsbüttel, die sich regelmäßig in Einwohnerfragestunden zu Wort meldet. Unlängst haben sich die Kommunalpolitiker in ihrer Heimatgemeinde für die Windkraft entschieden, allerdings denkbar knapp mit fünf zu vier Stimmen. Ein Antrag auf Befangenheit eines Gemeindevertreters lehnte die Kommunalaufsicht ab. „Es hat sogar einen Drohbrief vom Landrat gegeben", erzählt Schröder ihren Mitstreitern.
Kommunalpolitik und Windmühlen und manchmal sogar eine Spaltung des ganzen Ortes haben viele in ihren Dörfern gespürt. So auch in Norderwöhrden, wo vor einigen Wochen eine heiße Diskussion während der Gemeindevertretersitzung entfachte. „Da ist Geld geflossen", sagt Henning Stuertz, geht aber nicht ins Detail. Das Wort Korruption will auch Klaus Kronberg, Kreistagsabgeordneter der Grünen, nicht in den Mund nehmen.
Stattdessen rechnet er vor, wie unkompliziert die Finanzierung ist und wie schnell sich da mit Geld verdienen lässt. Auch den derzeit fürchterlich beliebten Begriff Bürgerwindpark pflückt er auseinander. „Er ist nicht geschützt. Ich kann ihn verwenden, wie ich will." Mit anderen Worten: Es würde sich nicht um Einrichtungen handeln, von denen ein komplettes Dorf profitiert.
So etwas könnte auch auf Neuenkirchen zu kommen, erzählt Erich Heyna. Vor einer Woche beschlossen die Feierabendpolitiker der bis lang windmühlenarmen Gemeinde die Ausweisung mehrerer Flächen. Bei Heyna und einigen Mitstreitern schrillten alle Alarmglocken. Jetzt will er sogar ein Bürger begehren ins Leben rufen, um die riesigen Räder weiterhin aus dem Dorf zu verbannen. Kronberg, der während des Abends auch eine beratende Funktion übernimmt, befürwortet die Idee. „Wir können es nur anhalten, indem wir selbst aktiv werden."
Ob das in der Marschgemeinde Chancen hat oder ob es wie bei Don Ouijote ein aussichtsloser Kampf gegen die Windmühlen ist, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen.
Gegenwind hat die Internetseite www.gegenwind-sh.de
(Quelle: DLZ v. 06.05.2009) |
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Leserbrief |
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Verschandelung der Kulturlandschaft
Zum Thema Windkraft in Wöhrden erreichte die Redaktion folgender Leserbrief:
Wer von Heide Richtung Büsum fährt, kann die rücksichtslose Verschandelung der Dithmarscher Kulturlandschaft durch eine massive Ballung von Windkraftwerken täglich besichtigen. Von der schönen Wöhrdener Kirche ist nichts mehr zu sehen. Da ist es keine Ruhmestat, wenn sich die Kommunalpolitiker mit der Ablehnung 20 weiterer Anträge brüsten. Geradezu perfide ist es aber, gleichwohl noch schnell zwei so genannte Testanlagen zu genehmigen. Sie sollen „ausschließlich der Forschung und nicht der Energieversorgung" dienen. Für wie blöd halten die Gemeindevertreter die „ruhige, duldsame" Bevölkerung?
Natürlich geht es um Einspeisung und damit um viel Geld. Und schlimmer noch: Die Erprobungsanlagen werden bestimmt keine 100 Meter Anlagen sein. Anderenorts sind dies jetzt immer 150 bis 180 Meter hohe Kraftwerke mit Nachtbefeuerung. Das wird in Wöhrden wohl nicht anders sein, denn mit kleineren Mühlen ist nichts mehr zu erproben. Die gibt es ja schon wie Sand am Meer. Mit den neuen Monsteranlagen wären dann nicht nur die Wöhrdener geschlagen, sondern auch die Bewohner der Nachbargemeinden. Joachim Lampe, Norderwöhrden (Quelle: DLZ v. 06.05.2009) |
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Wöhrden: Sparbuch aufgefüllt |
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Wöhrden (gän) Statistisch gesehen ist jeder Wöhrdener mit 723,60 Euro verschuldet, eine gute Zahl im Vergleich zum vergangenen Jahr. Denn damals waren es noch 754,31 Euro pro Person. Das hat Dirk Thießen (WGW) während der Gemeindevertretersitzung bekannt gegeben. So liegt der Verwaltungshaushalt (laufende Einnahmen und Ausgaben) nun bei 1 825 025 Euro. Im Vermögenshaushalt hat die Gemeinde 412 476 Euro.
Thießen freute sich besonders, dass auch das Sparbuch der Gemeinde gefüllt werden konnte. Denn die konnte mehr als 300 000 Euro auf die hohe Kante packen und hat jetzt eine Rücklage von insgesamt 482 221 Euro. Zur besseren Finanzsituation haben höhere Einnahmen bei der Einkommens und Gewerbesteuer geführt. Auch hätte die Gemeinde, so Thießen weiter, bei den Schulkosten rund 48 000 Euro eingespart.
Ganz ohne Ausgaben geht es aber auch dem Dorf nicht. So hat Wöhrden 13 000 Euro für die Einrichtung des neuen Gemeindebüros in der einstigen Gaststätte veranschlagt. Davon bezahlt werden soll unter anderem ein Laptop, ein Schreibtisch sowie die Bestuhlung. Nach der Vorstellung des neuen Büros stimmten zwei Vertreter der Wählergemeinschaft gegen die Einrichtung.
Im nicht öffentlichen Teil haben die Kommunalpolitiker außerdem beschlossen, zum 1. Juli einen Gemeindearbeiter einzustellen. Die Stelle wird zu 60 Prozent gefördert. (Quelle: DLZ v. 07.05.2009) |
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